Reisfelder in Italien
Korsika 2007 - über den Lago Maggiore - durch die Schweiz nach Hause


Von Torre del Lago ging es am nächsten Morgen auf Landstraßen quer durch Italien. Zunächst kamen wir durch bergiges Land an der Strada dei vini e del Sapori (Straße des Weines und der Pilze) vorbei, durch viele Wälder und einsame Dörfer, dann durch die Po-Ebene mit den riesigen und nicht mehr enden wollenden Reisfeldern. Wir fuhren kilometerweit auf Dämmen und rechts und links von uns nur Reisfelder. Es gab keine Ausweichmöglichkeiten.
Hier gab es so gut wie keine Restaurants oder Hotels mehr und wenn, dann waren sie (noch?) geschlossen. Es war wohl eine Route fernab des Tourismus, aber interessant und eine Reise wert.
Vielleicht findet man solche Straßen nur mit einem Navigationsgerät, dem man kürzeste Strecke ohne Bundesstraßen vorgibt ;-)
Quellen mit frischem Wasser
Bergdörfer Straße des Weines und des Genusses
Am Abend pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir dann den Lago Maggiore. Wir suchten einen in unserem Stellplatzführer eingezeichneten Stellplatz für WoMos auf. Das war in Arona gleich neben dem Großen Karl, einer 35 Meter (mit Sockel) hohen Kupfer-Kolossal-Statue, die von innen begehbar ist. Diese war bis zum Bau der Freiheitsstatue in New York die größte von innen begehbare Statue.

Den Stellplatz hatten wir schnell gefunden, aber wir dachten zuerst, das Navi hätte uns an einen falschen Platz gelotst. Es stand dort zwar schon ein anderes Wohnmobil, aber dieser Platz schien auch ein reger Treffpunkt für frisch Verliebte zu sein. Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass es Freitag Abend war. Bei einer guten Flasche Wein beobachteten wir das das Geschehen rings um uns herum und legten uns bald darauf ebenfalls nieder.
der Große Karl am Lago Maggiore
Sonnenuntergang am Lago Maggiore Sonnenuntergang
Rally am Lago Maggiore

Am nächsten Morgen konnten wir die Vorbereitungen für eine Rally beobachten. Von überall her wurden getunte Rennautos transportiert.  Leider hatten wir keine Zeit mehr dem Rennen beizuwohnen.
Wir wollten noch einen schönen großen Markt am "Lago" aufsuchen um uns mit italienischen Köstlichkeiten einzudecken. Wir wählten das Motorrad. Mit dem Auto hätte es keinen Wert gehabt, denn bei dieser Größe des Fahrzueuges hätten wir sicherlich keinen Parkplatz bekommen. Wir mußten wie erwartet nicht weit fahren - in Verbania wurden wir fündig. Dieser Markt war größer als wir erwartet hatten, denn er zog sich über viele Straßen des Ortes hinweg. Es gab einfach alles - angefangen von Lebensmittel über Kleidung, Haushaltsartikel und alles rund um den Garten. Es war eine Zeltstadt in der Stadt. Ein buntes Treiben - ich fühlte mich wie im Paradies ;-). Nachdem wir uns mit leckerem Käse und Wurst eingedeckt hatten, fuhren wir wieder zu unserem Auto zurück.
Lago Maggiore

Wir beschlossen diesesmal nicht die übliche Route durch den St. Gotthard-Tunnel zu fahren, sondern durch die Schweiz. Bei Cannobio bogen wir dann links ab Richtung Domodossola und dann durch das Val Divedro. Dort war auch schon die Grenze zur Schweiz. Direkt an der Grenze befand sich eine Gaststätte, machten noch einmal Rast und tranken einen letzten "echten" italienischen Cappuccino. Dann ging es weiter über den Simplonpass und den Grimselpass Richtung Heimat.
Beide Pässe hatten es ganz schön in sich und das Auto mit der schweren Last mußte ganz schön arbeiten. Gleich nach dem Grimselpass und dem Stausee kam ein nettes Restaurant. Dort gönnten wir uns eine weitere Pause. Diese beiden Pässe und die Landscharft waren nochmal ein Highlight unserer Heimreise. Gegen 23.30h kamen wir dann zuhause an.
Simplon
Häuser auf Stein gebaut
Grimselpass
Stausee

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©Andrea Böhm & Jochen Brett              mailto: Andrea & Jochen               www.fernweh-jochen-andrea.de