Schweine überall
Korsika 2007 - Das Hinterland von Ajaccio


Die nächsten Tage verbrachten wir damit das Hinterland zu erkunden. Das geschah hauptsächlich auf kleinsten Sträßchen, dessen Nummern ich nicht mehr weiß. Es waren zuviele ;-).
Die Insel ist gigantisch schön. Besonderen Reiz hatte sie auf uns außerhalb der üblichen Touristenstrecken. Hier konnte man noch das eigentliche und ursprüngliche Leben der Menschen sehen. Die Tiere liefen meist alle frei herum, sodass man immer aufpassen musste, was hinter der nächsten Kurve sein könnte. Wir trafen unterwegs auf Kühe, Esel, Ziegen, Schweine und Hunde. Es gab so viel zu entdecken.
Die Beschreibungen der Straßenschilder waren nicht immer eindeutig bzw. viele kleine Orte fanden sich nicht auf unserer Landkarte obwohl der Maßstab 1:150.000 war. Das machte das Ganze natürlich auch spannend und versprach manchen Umweg ;-). Doch Dank unserem Navi (Garmin Zumo) fanden wir auch immer wieder zurück.

An einem Tag fuhren wir nach Propriano. Diese Stadt hat uns sehr gut gefallen - nicht zu groß, einen wunderschönen Strand mit leckeren Restaurants und viele schöne kleine Gässchen, die zum Bummeln einladen....

Ganz toll fanden wir die kleinen Seitenstäßchen entlang der ausgebauten N193. Wir fuhren von Richtung Ajaccio nach Bocognano. Die kleinen Sträßchen führten uns über und um die umliegenden Hügel und boten schöne Panoramen. Wir wollten an diesem Tag zum Wasserfall "Cascade du Voile de la Mairee" (Brautschleier). Dieser ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Je nach Jahreszeit und Wassermassen ist der "Brautschleier"  mal breiter oder schmäler und stürzt ca 75 Meter tief um dann in kleineren Cascaden weiter ins Tal hinab zufließen. Insgesamt sind es glaube ich ca. 150 m Höhenunterschied.

An diesem Abend wollten wir auch wieder auf kleinen Sträßchen zurück, fuhren allerdings ein Stück auf der N197 um schneller voranzukommen. Bei Costeglia bogen wir von der N193 ab zum Foret Dom. de Vero um dann den Col der Vergio zu umrunden und dann wieder zu unserem Campingplatz La Liscia zurück zu kommen. Das war leichter gesagt als getan. Auf der Landkarte sah es nicht weit aus, aber die Strecke zog sich endlos dahin. Bergauf, bergab, Kurven ohne Ende... Wir fuhren bis Vignamaio und dann Richtung Eliseo und Casaglione. Landschaftlich war diese Strecke ein Highlight sondersgleichen und außer einigen wenigen Einheimischen sahen wir keine Menschenseele. Es gab nichts als Weite, Wälder, Kurven, Wildschweine..... und uns!

Wasserfall
Solche Statuen gibt es überall
Cascade
diverses
Landschaft
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Eichelhäher(?) auf Brotkrumenjagd
Campingplatz la Liscia
Dörfer
©Andrea Böhm & Jochen Brett                  mailto: Andrea & Jochen            www.fernweh-jochen-andrea.de