Calanche
Korsika 2007 - Porto - Calanche - Golfu di Liscia entlang der D81


Früh am Morgen brachen wir mit unserem Reisemobil auf in Richtung Porto. Zuerst ging es durch die Desert de Agriates, einer Art Steinwüste mit Macciabewuchs und dann fuhren wir am Meer entlang, passierten Touristenorte wie Ille Rousse, Galeria und Calvi.
Immer wieder boten sich wunderschöne Aussichten auf das schillernde Meer und die umliegende Landschaft. Kleine Seitensträßchen führten hin und wieder ins Landesinnere hinein.
Zu verlockend waren die Berge und Hügel im Hinterland, aber wir wollten heute die Calanche kennen lernen. Nach dem Foret di Tetti wurde die Landschaft wilder.
Auf der linken Seite befanden sich mittlerweile hohe Felswände und auf der rechten Seite ging es meist steil zum Meer hinunter. Die Straße war wie immer sehr kurvenreich und ziemlich schmal für eine vielbefahrene Hauptverkehrsader. Wie würde das nur im August sein, wenn die Touristenströme ins Land kamen?
Da Busse zwischen Calvi und Porto verkehren, blieb es nicht aus, dass uns hin und wieder ein solches Ungetüm entgegen kam. Ohne Parkbucht oder Ausweichstellen wären wir nicht mit unserem Peugeot Boxer an dem Bus vorbei gekommen. Ich fand diese Zentimeterarbeit nicht gerade berauschend, aber Jochen hatte ein geübtes Auge. Wieviele Kilometer das waren, weiß ich nicht mehr, aber nach meinem Gefühl waren es mindestens 500 :-)
In Porto angekommen, besichtigten wir den eckigen Genueser Turm, von dem man eine schöne Aussicht auf die Stadt und das Meer hatte. Im Inneren befand sich auch eine kleine Ausstellung. Im Anschluß daran schlenderten wir durch Porto und genossen in einem der vielen Lokale einen leckeren Cappuccino.
Wir beschlossen hier zu bleiben und suchten den örtlichen Campingplatz auf - leider war dieser Anfang Juni noch geschlossen. Schade, denn hier hätte es uns bestimmt gut gefallen...
So fuhren wir weiter um die berühmte Calance mit den roten Felsen kennen zu lernen. Es war eine noch wildere Felsformation und die Felsen waren durch den enthaltenen Granit rötlich gefärbt, was in den frühen Morgen- und späten Abendstunden noch vom Sonnenlicht verstärkt wird. Dieser Teil der Insel wurde vor einiger Zeit von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Leider hatte sich mittlerweile der Himmel zugezogen und dicke Regenwolken zogen bedrohlich über uns hinweg. Wieder mal kam dichter Nebel auf und alles sah plötzlich unwirklich aus. Bis auf ein paar Kiefern und der Maccia wirkte die Landschaft sehr karg. Jetzt hätte man einen tollen Horrorfilm drehen können ;-)
Leider gab es sehr wenig Parkmöglichkeiten zwischen den Felsen um sich die Felsformationen (z.B. Hundekopf, Schildkröte, Herz aus Stein etc.) näher ansehen zu können und das Wetter machte keine Hoffnung auf eine längere Wanderung durch die Felslandschaft. Schade!
So fuhren wir weiter um einen Campingplatz für die Nacht zu finden. Wir landeten am Golfu die Liscia mit dem gleichnamigen Campingplatz "La Liscia". Wir hatten mal wieder freie Platz-Auswahl - lediglich ein paar Gäste waren schon vorort. Die Wahl stellte sich als sehr gut heraus und das angeschlossene Restaurant lieferte die besten Pizzen auf unserer Reise.
Hier blieben wir wieder einige Nächte und machten Ausflüge in das nähere Umland...

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Campingplatz in St. Florent
Desert de Agriates
Landschaft
Nähe Ille Rousse
Neblige Küste
Genueser Turm in Porto

Jochen Brett

Calanche
 
 
©Andrea Böhm & Jochen Brett                mailto: Andrea & Jochen          www.fernweh-jochen-andrea.de