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Früh am Morgen brachen wir mit unserem
Reisemobil auf in Richtung Porto. Zuerst ging es durch die Desert
de Agriates, einer Art Steinwüste mit Macciabewuchs und dann
fuhren wir am Meer entlang, passierten Touristenorte wie
Ille Rousse, Galeria und Calvi.
Immer wieder boten sich wunderschöne Aussichten auf das schillernde
Meer und die umliegende Landschaft. Kleine Seitensträßchen führten
hin und wieder ins Landesinnere hinein.
Zu verlockend
waren die Berge und Hügel im Hinterland, aber wir wollten
heute die Calanche kennen lernen. Nach dem Foret di Tetti wurde
die Landschaft wilder.
Auf der linken Seite befanden sich mittlerweile hohe Felswände
und auf der rechten Seite ging es meist steil zum Meer hinunter.
Die Straße war wie immer sehr kurvenreich und ziemlich schmal
für eine vielbefahrene Hauptverkehrsader. Wie würde das
nur im August sein, wenn die Touristenströme ins Land kamen?
Da Busse zwischen Calvi
und Porto verkehren, blieb es nicht aus, dass uns hin und wieder
ein solches Ungetüm entgegen kam. Ohne Parkbucht oder Ausweichstellen
wären wir nicht mit unserem Peugeot Boxer an dem Bus vorbei gekommen.
Ich fand diese Zentimeterarbeit nicht gerade berauschend, aber
Jochen hatte ein geübtes Auge. Wieviele Kilometer das waren,
weiß ich nicht mehr, aber nach meinem Gefühl waren es mindestens
500 :-)
In Porto angekommen, besichtigten wir den eckigen Genueser Turm,
von dem man eine schöne
Aussicht auf die Stadt und das Meer hatte. Im Inneren befand
sich auch eine kleine Ausstellung. Im Anschluß daran schlenderten
wir durch Porto und genossen in einem der vielen
Lokale einen leckeren Cappuccino.
Wir beschlossen hier zu bleiben und
suchten den örtlichen Campingplatz auf - leider war dieser Anfang
Juni noch geschlossen. Schade, denn hier hätte es uns bestimmt
gut gefallen...
So fuhren wir weiter um
die berühmte Calance mit den roten Felsen kennen zu lernen.
Es war eine noch wildere Felsformation und die Felsen waren durch
den enthaltenen Granit rötlich
gefärbt, was in den frühen Morgen- und späten Abendstunden
noch vom Sonnenlicht verstärkt wird.
Dieser Teil der Insel wurde vor einiger Zeit von der UNESCO
zum Weltkulturerbe erklärt.
Leider
hatte sich mittlerweile der Himmel zugezogen und dicke Regenwolken
zogen bedrohlich über
uns hinweg. Wieder mal kam dichter Nebel auf und alles sah plötzlich
unwirklich aus. Bis auf ein paar Kiefern und der Maccia wirkte
die Landschaft sehr karg. Jetzt hätte
man einen tollen Horrorfilm drehen können ;-)
Leider gab es sehr wenig Parkmöglichkeiten zwischen den
Felsen um sich die Felsformationen
(z.B. Hundekopf, Schildkröte, Herz aus Stein
etc.) näher
ansehen zu können
und das Wetter machte keine Hoffnung auf eine längere Wanderung
durch die Felslandschaft. Schade!
So fuhren wir weiter um einen
Campingplatz für die Nacht
zu finden. Wir landeten am Golfu die Liscia mit dem gleichnamigen
Campingplatz "La
Liscia".
Wir hatten mal wieder freie Platz-Auswahl - lediglich ein paar
Gäste waren schon vorort. Die Wahl stellte sich als sehr
gut heraus und das angeschlossene Restaurant lieferte die besten
Pizzen auf unserer Reise.
Hier blieben wir wieder einige Nächte und
machten Ausflüge in das nähere Umland...
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