Korsika 2007 - Corte - Restonica-Schlucht - Asco-Tal


Als wir zusammengepackt hatten, fuhren wir am Morgen mit unserem Womo von La Liscia auf der N193 nach Corte.
Corte sollte unser neuer Standort für die nächsten Tage werden und es sollte auch der Campingplatz "De Tuani" im Restonica Tal werden. Wir hatten schon viel darüber gelesen. Wir fuhren hin und hatten wieder mal Glück - allerdings schien der Platz bereits über die Hälfte belegt zu sein. Es war nicht ganz einfach mit unserem Womo noch einen einigermaßen geraden Platz zu finden. Der ganze Campingplatz ist in einem Kiefernwald gelegen und sehr natürlich gehalten - aber es gab warme Duschen und ordentliche Toiletten. Es ist auch ein gutes Restaurant dabei, allerdings hält sich die Freundlichkeit der Betreiber in Grenzen.

Von jedem Platz aus hörte man die Restonica, die
in 1.711 m Höhe im Rotondo-Massiv entspringt. In ihrem weiteren Verlauf stürzt sie als schäumender Gebirgsbach übermütig zu Tal - über 15 km durch Wälder bis hinab nach Corte, wobei sie eine ganze Reihe natürlicher Becken und Gumpen mit kleinen Wasserfällen bildet, die im Sommer zum Baden einladen.

An einem Tag fuhren wir die Restonica-Schlucht entlang. Die kurvige schmale Straße stieg stetig an und die hohen Felswände wurden enger und enger. Man konnte nicht schnell fahren, denn der Straßenbelag ließ oftmals zu wünschen übrig. Große Wurzeln von Bäumen wölbten hier und da den Asphalt auf. Rechts und links sah man immer wieder kleine Wasserfälle an den Felswänden. Es war wie in einer Märchenwelt - wären da nicht am Ende des Tales auf dem Parkplatz die Wächter gestanden und hätten Eintrittsgelder verlangt um zu den Seen zu gelangen. Schnell kamen wir in die wirkliche Welt zurück und beschlossen umzukehren. Es war Juni und noch keine Hochsaison - aber Sonntag! Pech für uns.
Das machte nichts, denn die Rückfahrt war genauso schön. Immer wieder bewunderten wir die steilen Felsen rechts und links der Straße. Mittlerweile kamen uns einige Autos auf der engen Straße entgegen. Zum Glück ist die Restonica-Schlucht ab dem Campingplatz für Wohnmobile gesperrt. Es war für uns spannend genug die 6 km mit dem Wohnmobil von Corte in die Restonica-Schlucht zum Campingplatz zu fahren.

... und weil die Strecke an diesem Morgen so schön war, beschlossen wir gleich im Anschluss daran ins Ascotal zu fahren. Auf der kleinen D18 fuhren wir bis Taverna und von dort das letzte Stück auf der N197 bis zum Abzweig ins Ascotal. Das Tal fing recht unspektakulär und im Vergleich zur Restonica-Schlucht recht langweilig an. Doch nach  einigen Kilometern änderte sich das Bild und die Straße wurde immer enger und die Felswände wurden immer höher und steiler.  Wir machten Rast in Asco, dem einzigen Ort im Tal, und genossen in dem Straßencafe bei einem Cappuccino die tolle Aussicht. Hier hatte ich mir auch einen leckeren Honig gekauft.
Nach Asco wurde die Landschaft hochalpin. Die Berge waren nun über 2000 Meter hoch und die Straße endete schließlich auf einem Felsplateau - für uns etwas enttäuschend, weil es hier Lokale und Skilifte gab. Aber so ist das im Tourismuszeitalter. Wir drehten kurzer Hand wieder um, denn wir hatten noch ein Ziel - die Badegumpen!!! Hier ließen wir es uns gutgehen und den Tag langsam ausklingen. Am Abend suchten wir das Restaurant auf dem Campingplatz auf. Das Essen war gut, die Freundlichkeit verbesserungswürdig.

Acsotal
Restonica Tal
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Riesenchampignon - größer als eine Zigarettenschachtel
Campingplatz Tuani
Restonica Schlucht
schöne Brücken
Rast
im Ascotal
Restonica Tal
©Andrea Böhm & Jochen Brett                  mailto: Andrea & Jochen          www.fernweh-jochen-andrea.de