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Frisch gestärkt für
neue Abenteuer fuhren wir zunächst auf der D62
Richtung Murato. Eine sehr interessante Strecke, mit
schönen geschwungenen Kurven und mit weitem Blick
in die Täler und auf das zurückliegende Meer.
Bei der berühmten Kirche (Eglise) St. Michele
de (ca. 1150 erbaut) Murato machten wir unsere erste
Fotopause. Murato ist ein malerisches Dorf und gleichzeitig
die größte Gemeinde des Nebbio - auf jeden
Fall einen Besuch wert..
Anschließend fuhren wir entlang der D5 - für uns eine
der schönsten und abgelegensten Straßen Korsikas! Die
Straße ist extrem schmal (max. 3 m), in engen Kurven ging
es mal rauf und mal runter. Immer wieder blieben wir kurz stehen
- wir konnten uns an der Landschaft nicht satt sehen. Von Murato
bis zur kleinen Ortschaft Lento fühlten wir uns ganz alleine
auf dieser Welt. So eine Einsamkeit kannten wir eigentlich nur
von Namibia. Auf der ganzen Strecke kamen uns lediglich 2 Einheimische
Autofahrer in selbstmörderischem Tempo entgegen und dann war
es ganz schön knapp. Diese "Abwechslung" sorgte
jedesmal für einen Adrenalinschub!
Den ganzen Tag hatten wir noch keine Tankstelle zu Gesicht bekommen
und so machten wir uns in Lento Gedanken um eine Tankstelle. Wir
studierten mal wieder die Landkarte in der Hoffnung eine größere
Ortschaft zu finden. Da kam uns ein netter Herr, der zum Glück
englisch sprach, zu Hilfe. Wie schön, die nächste Tankstelle
war quasi um die Ecke - nur noch ca. 15 km und viele Kurven entfernt.....
Etwas außerhalb des kleinen Bergdorfes Costa Roda hielten
wir an, weil am Straßenrand eine Parkbank -
wie für uns geschaffen - stand. Von hier oben bot sich ein überwältigender Blick über
das ganze Tal Wir beschlossen unseren Mittagssnack
hier zu genießen. Ganz unten floss der Fluss Golo dahin und
irgendwo dort befand sich auch "unsere" Tankstelle :-).
Bei Ponte Rosso kamen wir auf die vielbefahrene N197 und zur besagten
Tankstelle. Eigentlich wollten wir auf der N197 (soll landschaftlich
sehr schön sein) bis zum Meer fahren, aber irgendwie hatten
wir wohl wieder eine Abzweigung übersehen. So mußten
wir über die neue N1197 fahren, eigentlich eine korsische
Autobahn und fahrtechnisch kein Highlight. Am Meer angekommen,
passierten wir die Touristenstädtchen Lozari und Ile Rousse.
Da wir nicht baden wollten, bogen wir ab auf die D151 Richtung
Muro. Bei Cateri wechselten wir dann zur D71. Auch hier fuhren
wir wieder eine sehr schöne Strecke. Kleine Dörfer auf
Hügeln wechselten mit stiller Einsamkeit. Schließlich
kamen wir nach Speloi, einem schönen Dörfchen ganz oben
auf einem Kamm. Hier machten wir eine Cappuccino-Pause.
Auf der Landkarte war ein Ort mit dem interessanten Namen Mausoleo verzeichnet.
Da wollten wir hin und fragten nach dem Weg. Na ja, Mausoleo bestand
dann aus ein paar halb verfallenen Häusern und hatte für
uns sonst nichts zu bieten. Wir fuhren noch ein Stück den
Maison Forest (Waldgebiet) entlang und kehrten dann bis Pioggiola
zurück um dann ein anderes Highlight des Tages kennen zu lernen:
Das Naturschutzgebiet, an dessen Namen ich mich momentan nicht
erinnere. Die Strecke endete an der N197 in Toccone! Das bedeutete über
25 km Einsamkeit, tolle Landschaft und Kurven ohne Ende! Auf der
N197 angekommen, fuhren wir diese ein Stück entlang und bogen
dann ab auf eine kleine - auf der Landkarte "weiße" Straße,
kaum breiter als ein PKW in Richtung D81! Wir wollten wir noch
bei Tageslicht in St. Florent sein und so mahnte und die Uhr zur
Heimfahrt.
Zwischenzeitlich schmerzte das Hinterteil gewaltig und wir legten
immer wieder "Fotopausen" ein um die Beine zu vertreten.
Die D81 zeigte sich dann auch wieder sehr kurvig und schön
- nicht ganz so schmal, aber mit herrlichen Panoramen. Der Tageskilometeranzeiger
hatte an diesem Tag die 270 geknackt! Für Korsika ganz schön
viel, wenn man bedenkt, dass wir fast auschließlich auf kleinsten
Straßen unterwegs waren.
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