Moby Vincent
Korsika 2007 - Fährfahrt mit Mobylines + Rückreise über Italien und die Schweiz


Es war unser letzter Tag auf Korsika und unser Kurven-Berg-Abenteuer ging zuende. Man sagte uns vor der Abreise dass eine Woche Korsika vollkommend ausreichend sei. Wir hatten fast 2 Wochen und doch so vieles nicht gesehen, obwohl wir auf Korsika fast 2.500 Kilometer gefahren sind. Doch das ist für uns ein guter Grund um wiederzukommen ;-).

In aller Ruhe genossen wir unser letztes Frühstück mit Croissants und Baguette. Die gab es jeden Morgen frisch auf dem Campingplatz zu kaufen. Dann packten wir unsere "sieben Sachen" zusammen und machten uns gegen Mittag auf nach Bastia. Die Fähre sollte um 15.00h ablegen und wir lt. Unterlagen 2 Stunden vorher einchecken. Wir waren überpünklich am Fährhafen angekommen und unser Gate war noch geschlossen. So parkten wir vor dem Hafengebäude und gingen auf der gegenüberliegenden Strasse einen Kaffee trinken um uns die Zeit zu vertreiben.

Nach ca. 20 Minuten kamen wir wieder zurück und Jochen schaute betroffen auf unser Auto: "wir haben einen Platten". Ich verstand zuerst nur Bahnhof - und dann sah auch ich endlich das Malheur. Das Auto hing hinten rechts ganz scheps. Sch..... und das 45 Minuten vor dem Check-in-Schluss!
Jochen versuchte zuerst das Reserverad trotz dem aufgeladenen Motorrad zu lösen - aber keine Chance. So lief er in Hochform auf - Motorrad abladen - Reserverad unterhalb des Autos lösen - Auto aufbocken, was bei diesen großen Reifen eine unendliche Geschichte war - Rad wechseln, Reserverad wieder unter dem Auto anbringen - Motorrad aufladen und verzurren. Er schaffte es in Rekordzeit und das bei dieser Hitze. Ich traute kaum zu Atmen und sah uns in Gedanken schon die Fähre umbuchen - was durchaus keine Strafe gewesen wäre ;-). Meine Aufgabe war, auf die einfahrenden Autos - im Besonderen auf die LKWs - zu achten, damit sie nicht über Jochens Beine fuhren. Wir standen nicht gerade optimal.
Gerade noch rechtzeitig trafen wir am Check-in-Schalter ein. Das Schiff war zwar schon da, aber es bewegte sich über eine halbe Stunde nichts. "Dann hätte ich mich mit dem Reifenwechseln nicht so zu beeilen brauchen" schimpfte Jochen - und er hatte recht.
Die Fährüberfahrt verlief ruhig und wie auch schon bei der Anreise war die Fähre nur zu einem Drittel ausgelastet.
Wir hatten an Deck freie Platzwahl. Zuerst lagen wir eine Weile in der Sonne, doch bald war es zuviel des Guten und wir suchten den Schatten auf. In Livorno angekommen, fuhren wir am Meer entlang bis nach Torre del Lago und fanden schließlich für die anstehende Nacht den Campingplatz
Campeggio dei Tigli.
Es gab ein gutes Restaurant wo sogar deutsch gesprochen wurde. Aber nach unserem Geschmack konnten die Pizzen nicht an die von Korsika heranreichen. An diesem Abend tranken wir unser erstes Bier nach 2 Wochen - hmmm lecker.

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Landschaft

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Reifenwechsel
Bastia
Bastia - Fährhafen
Italien
©Andrea Böhm & Jochen Brett                  mailto: Andrea & Jochen              www.fernweh-jochen-andrea.de